Ein Punkt, der nicht oft genug betont werden kann, ist die Handhabung und Erstellung von möglichst sicheren Passwörtern. Den meisten Internetnutzern, egal ob es sich dabei um Anfänger oder um “alte Hasen” handelt, ist der Gedanke an ein möglichst sicheres Passwort jedoch oftmals ein Graus. Wer kann und will sich schon Passwörter à la "Art7x_-3_54TKc513^_krA” merken? Noch dazu, wenn man möglichst für jeden Dienst bzw. Account ein eigenes Passwort erstellen sollte.

Die grundlegenden Eigenschaften eines sicheren Passworts sind die die Länge, die Verwendung möglichst vieler unterschiedlicher Zeichen (idealerweise eine Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen) sowie das Verzichten auf Wörter oder Zahlen, die mit persönlichen Informationen in Verbindung stehen, wie zum Beispiel dem eigenen Namen oder dem Geburtsdatum.

Einfache Passwörter wie “passwort” oder “123456” sollten keinesfalls verwendet werden, weil sie so naheliegend sind, dass sie quasi keinerlei Schutz bieten und sowohl von Mensch, als auch von Passwort-Knack-Programmen schnell erraten werden können. Dennoch verwenden  sehr viele Menschen weltweit solche oder ähnlich einfache Passwörter, wie Mark Burnett bereits 2011 feststellte.

Oft verlangen Dienste wie z.B. der Onlinebanking-Service bei der Erstanmeldung bereits ein Passwort, dass bestimmte Kriterien erfüllen muss (mindestens 8 Zeichen, mindestens 1 Sonderzeichen, eine Zahl, Klein- und mindestens einen Großbuchstaben). Kombinationen, die all diese Eigenschaften in sich vereinen, lassen sich -so denk man- nur sehr schwer merken.

Bildet man sein Passwort jedoch zum Beispiel mit Hilfe von Akronymen, lassen sich leicht Eselsbrücken bauen. Aus einem Zitat, das man vielleicht seit Schulzeiten schon auswendig kennt, lässt sich so einfach ein relativ kompliziertes und einzigartiges Passwort basteln. In Johann Wolfgang von Goethes “Faust” zum Beispiel fragte Faust Gretchen:

“Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,  Mein Arm und Geleit Ihr anzutragen?”

Nimmt man von diesem Zitat nun den ersten Buchstaben eines jeden Wortes sowie die Satzzeichen, erhält man bereits ein relativ sicheres Passwort: “MsF,diw,MAuGIa?". Fügt man dann noch einige Zahlen, zum Beispiel das Veröffentlichungsjahr von “Faust” (1808) hinzu, ist auch der Forderung nach Zahlen Genüge getan: “MsF,diw,MAuGIa?1808".

Generell sollte man natürlich darauf achten, das Passwort mit niemandem zu teilen, es nicht aufzuschreiben oder, wenn es ohne Aufschreiben nicht geht, die Notiz zumindest nicht an einem leicht zugänglichen und/oder naheliegendem Ort (z.B. die Unterseite der Tastatur oder der Monitor) zu hinterlegen. Auch sollte ein Passwort niemals über E-Mail weitergegeben werden, erst recht nicht wenn es sich bei einer empfangenen Mail um eine “augenscheinlich” offizielle Angelegenheit wie zum Beispiel eine E-Mail der eigenen Bank handelt – Das sind quasi immer Betrugsversuche, die das Ziel haben, Passwörter abzugreifen. Möchten Sie überprüfen, wie sicher Ihre bisherigen Passwörter sind, können Sie das beispielsweise auf dieser Seite von Microsoft tun.

Quelle des Artikelbildes: I am Fry via Compfight cc