Forscher haben herausgefunden, dass der schlaue rosa Vogel das Standbein immer wieder wechselt. Grundsätzlich steht er im Wasser, denn das ist das Medium, wo sich sein Zielgruppe – in seinem Fall die begehrten Kleinkrebse, die ihm seine schöne Farbe verleihen – aufhält.  Während ihn  also ein Bein trägt, sorgt er dafür, dass das zweite unter dem Flügel einsatzbereit bleibt, um rechtzeitig zu tauschen, bevor das andere müde wird und auskühlt. So wirtschaftet er klug mit seinen Ressourcen, um immer genug Fang zum Überleben machen zu können.

Was der Flamingo mit der Marketing-Strategie von Gastgebern im Tourismus zu tun hat? Einiges –  wir können viel von ihm lernen. Zuallererst:

Wer steht schon gut auf einem Bein?

Diese Fragestellung sagt schon alles und führt direkt zum ersten Thema:

  1. Zweites Standbein aufbauen

Als Vermieter wissen Sie, wo sich Ihre Zielgruppe vorwiegend aufhält. Am meisten Fang macht man heute im Internet – Dort holen Sie sich neue Gäste, die Ihr Haus noch nicht kennen.  Deshalb arbeiten Sie mit der einen oder anderen Plattform zusammen, wie etwa Booking.com, HRS oder Tiscover – heutzutage eine weit verbreitete, fast unausweichliche Strategie.  Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum die Gäste gerne dort buchen, denn Sie müssen nicht lange auf eine Antwort warten, können das Angebot mit einem Klick zusagen und wissen noch in derselben Minute, dass Ihre Urlaubsunterkunft gesichert ist.

ABER ACHTUNG: Die Zusammenarbeit mit Kanälen erfordert einiges an Arbeit. Sie müssen Vereinbarungen eingehen, Verfügbarkeiten disponieren, vielleicht einen Channelmanager anschaffen, Vergleichbarkeit mit ziemlich vielen Mitbewerbern in Kauf nehmen, Provisionen einkalkulieren… Stellen Sie sich daher eine wichtige FRAGE – ganz egal  ob Sie schon mittendrin stecken oder erst in diese Richtung überlegen: LOHNT sich der Aufwand? Und, noch wichtiger, verlassen Sie sich bei der Antwort nicht auf Schätzungen: RECHNEN SIE NACH , wieviel bei den verschiedenen Kanälen unterm Strich bleibt.

Wir haben das getan und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

Buchunsgkanäle im Vergleich

 

Buchungskanäle generieren ganz unterschiedliche Umsätze. Wir waren selbst überrascht, wie groß der Unterschied ist. Um den Wert einer einzigen Buchung, die über das easybooking Anfrageformular kommt,  mit Buchungen aus anderen Kanälen zu erreichen, brauchen sie bis zu 5 davon. Dabei sind die Provisionen, die Sie dafür bezahlen, noch gar nicht mitgerechnet.

 

 

Und somit sind wir gleich bei unserem zweiten wichtigen Punkt:

  1. Eigenes Standbein stärken

Sie sind nun bei großen internationalen Anbietern präsent und Gäste können Ihre Unterkunft finden. Es ist allgemein bekannt, dass sich immer mehr buchungswillige Kunden umfassend im Netz schlau machen, bevor sich entscheiden. Vielleicht kennen Sie das von sich selbst: Erst einmal geben Sie den Namen der in Frage kommenden Unterkunft in Google ein und sehen nach, ob Sie nicht noch eine detailliertere Beschreibung finden. Vielleicht wollen wissen, ob der Autoabstellplatz überdacht ist oder der Garten einen Kleinkindsicheren Zaun hat. Das ist IHRE CHANCE als Vermieter. Nun müssen Sie nur noch zusehen, dass der Gast auf Ihrer Website bei Anfrage oder Buchung mindestens denselben Service vorfindet wie bei Booking.com und anderen Anbietern:

Selbst Ihre  Stammgäste wissen es zunehmend zu schätzen, wenn sie sich nicht nur bei unbekannten Unterkünften, sondern auch bei ihren bevorzugten Vermietern schnell und unkompliziert schlau machen können, und sie wollen wissen und darauf vertrauen, einen fairen Preis zu bekommen. Wieso sollten Sie auch darauf verzichten?

Genau darauf baut die Strategie von easybooking auf. JULIA , die virtuelle Reservierungsmanagerin, wurde in vielen Jahren Entwicklungsarbeit präzise darauf ausgerichtet, Ihnen als Vermieter nicht nur die tagtägliche Arbeit mit den Buchungskanälen zu erleichtern, sondern insbesondere auch aus Ihren eigenen Anfragen mehr Buchungen zu machen.

Doch nun zum eigentlichen Clou der Flamingo-Taktik:

  1. Die Standbeine in klugem Wechsel einsetzen

Dazu gehört nicht nur, dass Sie bereits im Vorfeld Ihre Kanäle klug gewählt haben. Sie haben heute die Auswahl unter einer Vielzahl von Plattformen, doch nicht alle bringen auch wirklich Buchungen. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall lieber für weniger, aber starke und passende Partner.

Und dann sollten Sie noch entscheiden, wie viele Verfügbarkeiten Sie wem wann freigeben wollen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass Sie einen Überblick darüber haben, wie viel Anteil (in Prozent) bzw. wie viel Umsatz (in €) Ihre Kanäle bringen, wie Ihre Auslastung in welcher Saison aussieht, wo Ihr Belegungsplan Lücken aufweist und auf welche Restriktionen (fixer An/Abreisetag, Mindestaufenthaltsdauer) Sie verzichten können, um Belegungslücken zu schließen. Klingt nach viel Arbeit? Zunächst schon, doch die lohnt sich mit Sicherheit – und nach einiger Zeit werden die Arbeitsabläufe zu Prozessen, die Sie mühelos managen. Oder die sich auch mit einer entsprechenden umfassenden Softwarelösung ideal und ressourcenschonend bewältigen lassen.

So können Sie Stammgäste bedienen, Anfrager von Ihrer Webseite (die mehr Umsatz bringen) bevorzugt behandeln, Lücken vermehrt auf Portalen anbieten und auf vielfältige Art Ihre Auslastung optimieren. Ganz wie der schlaue Flamingo.

Die Flamingo-Taktik im Überblick:

  • Zweites Standbein mit Channels aufbauen
    – Channelpartner klug wählen
    – Erfolg kontrollieren
  • Eigenes Standbein mit optimalem Online-Service stärken
    -Anfrage und Buchungsformular prominent auf der Webseite platzieren
    -Angebote sofort legen
    -Preisvergleich anbieten
  • Beide Standbeine optimal einsetzen
    -Verfügbarkeiten klug verteilen
    -Restriktionen managen, um Lücken zu schließen
    -Umfassende Softwarelösung einsetzen, die all das leisten kann

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