Liebe Vermieter,

dieser Beitrag soll ein Ansporn für Sie sein, um jene Ressourcen zu nutzen, die in Ihrem unmittelbarem Umfeld sind. Die Jugend, also in den meisten Fällen: Ihre Kinder, die mitreisenden Jugendlichen Ihrer Gäste, junge Gäste oder auch die Lehrlinge in Ihrem Betrieb.

Keine andere Zielgruppe, wie diese, verdeutlicht so gut wie die Trends und Ansprüche der Digitalisierung in der Praxis umgesetzt werden. easybooking unterrichtet mittlerweile in einigen Tourismusschulen, Universitäten und Berufsschulen und lehrt über JULIA, der virtuellen Rezeptionistin sowie dem Buchungsverhalten und den aktuellen Anforderungen der Gäste. Auch wir profitieren von den Unterrichtseinheiten, denn wir erhalten von den Schülern wertvollen Input über die Verwendung der sozialen Medien, Trends und Entwicklungen. Wir selbst verwerten dieses Feedback für unser eigenes Marketing und unsere Softwareentwicklung. Aber: wir möchten auch Sie dazu animieren. Hier daher ein paar Tipps, die wir aus den Unterrichtseinheiten mitgenommen haben und auch Sie vielleicht von den sogenannten „Millennials“ lernen können:

Schnelligkeit:

Das Internet wird von „on demand“- Produkten beherrscht und Geschäftsmodelle, die sofortige Verfügbarkeiten überliefern sind zweifelsohne der Garant für Erfolg. Inhalte sind nur noch dann wertvoll, wenn sie aktuelle Situationen darstellen und bestenfalls live sind. Instagram und dessen Instastory oder Snapchat (mit einer interaktiven Live-Karte) sind die sozialen Medien über die Jugendliche heutzutage kommunizieren. An Beispielen mag es nicht fehlen, fraglich ist jedoch, wie die Ansprüche von Schnelligkeit im Tourismus und als Betrieb umgesetzt werden können. Schnelle Rückmeldungen auf Emails, explizit Anfragen, ist dabei „kalter Kaffee“. Livechats auf der Webseite oder auch die Möglichkeit, gezielte Fragen über Chatfunktionen (auch während des Aufenthaltes) an die Rezeption  zu richten sind jedoch spannende Wege, um dem bereits bestehenden Gästeservice ein weiteres Highlight zu geben und sich die Erwartungshaltung der Gäste zu Nutze zu machen. Dafür gibt es bereits einige (auch kostenfreie Lösungen) und wir selbst sehen: der Mehrwert ist da und die Schnelligkeit siegt!

Die eigene Webseite, was ist wichtig & was nicht:

Schon einmal einem Millennial bei der Entscheidungsfindung zugesehen? Sei es eine ansprechende Uhr oder ein Theaterticket, welches er bestellt? Falls nicht, kann ich Ihnen den Tipp geben: Machen Sie es. Sie werden sehr schnell erkennen, was zählt und was nicht. Lange Ladezeiten, eine nicht responsive Darstellung der Inhalte oder Videos, die automatisch abgespielt werden sind „der Killer“ einer Webseite und bewegen die Ungeduldigen dazu, diese zu verlassen. Ganz anders verhält es sich mit Bildern, Symbolen und dem „user generated content“. Bei der Überzahl an Angeboten, die durch die Transparenz des Internets entstanden sind,  ist vorallem die Meinung von Gleichgesinnten ein relevanter Entscheidungsfaktor, der sich in der wachsenden Bloggerszene widerspiegelt. Nicht selten hängt eine Entscheidung davon ab:

  • wie schnell und einfach etwas erwerbbar ist
  • welcher Eindruck durch Bilder und Bewertungen übermittelt wird
  • was andere sagen: und bei anderen zählen die Meinungsbildner jener Gruppe.  In dem Alter des Vermieters mag es sich dabei um Politiker, Einflussgrößen des Tourismus und Best Practise Hotels handeln. In der Welt der Jugendlichen sind es Blogger und Vlogger. Nicht ohne Grund hat die Bundeskanzlerin von Deutschland, Angela Merkel, sich letztens von vier Youtubern interviewen lassen. Mehr dazu hier: Interview von Merkel

Die Buchungsanreize: welche Medien beeinflussen?

Die klassische Customer Journey des Gastes beginnt mit der Phase 1, genannt „suchen und inspiriert werden“. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich der Gast treiben und vom Internet beeinflussen. Somit hat er auch noch keine konkreten Vorstellungen über die Destination oder andere Faktoren, wie den genauen Reisezeitraum. Man spricht von der bedarfsweckenden Werbung, also jene Werbeeinschaltungen, die eine hohe Reichweite haben, jedoch gleichzeitg einen hohen Streuverlust. Oder kaufen Sie den Lippenstift, der im Fernsehen beworben wird, nur weil Sie die Werbeeinschaltung gesehen haben? Vom Internet treiben lassen bedeutet für die Millennials etwas ganz anderes als für die älteren Generationen, da sie sich auf anderen Portalen und Plattformen befinden. Eine berechtige Frage an Ihre Gäste,  falls diese auch zukünftig Ihre Gäste sein sollen, ist also auf welchen Medien sie sich beruflich und privat befinden. Mit dieser Information können Sie selbst definieren, wo und in welchem Ausmaß Sie Werbung schalten möchten. Oder: welche Plattformen dies für Sie übernehmen sollen und welche für Sie die richtige Zielgruppe ansprechen.

Ein klassisches, wenn auch einfaches Beispiel:

Sie haben sich dafür entschieden, sportliche Paare anzusprechen, die zudem Wert auf Genuss, Kulinarik und Erholung legen. Ein typisches Paar ist also Anfang 30 und noch kinderlos, weswegen es oftmals spontan nach hochwertigen Auszeit-Angeboten Ausschau hält. Da beide berufstätig sind, legen sie Wert auf qualitativ hochwertige Angebote, um dem Alltag zu entfliehen und nutzen das Wochenende gerne für Aufenthalte in der Natur. Beide sind, da auch mit dem Internet aufgewachsen, internetaffin und nutzen dieses sowohl beruflich als auch privat.

Sie entscheiden sich für ein Wochenende im Nationalpark Hohe Tauern aber warum?

Instagram ist das Medium, durch welches das Paar in Kontakt mit ihren Freunden bleibt und ihren Alltag teilt. Bilder von Freunden inspirieren das Paar und geben ihnen Anregungen über geplante Wandertouren, kombiniert mit Erholung und der gewünschten Auszeit. Und so wird untenstehendes Bild ein Grund, warum das Paar sich über Angebote des Hotels und der Region informiert:

Instagram

Interesse an noch mehr Tipps und Tricks, die wir von den Millennials gelernt haben? Dann einfach kommentieren und wir starten mit Teil 2!